So waschen Sie zwei große Kissen zu Hause – fluffig und formbeständig

Lange Zeit gehörte ich auch zu denjenigen, die Kopfkissen so selten wie möglich waschen, weil es wie eine dieser Hausarbeiten erscheint, die mehr Probleme als Nutzen bringt. Theoretisch klingt es einfach: in die Waschmaschine werfen, waschen und fertig. Aber in der Realität haben viele Angst, dass das Kissen seine Form verliert, die Füllung verklumpt, nichts richtig trocknet und am Ende ein schwerer, feuchter „Pfannkuchen“ übrig bleibt statt eines flauschigen Kissens.

Tatsächlich ist alles gar nicht so kompliziert, wenn man ein paar wichtige Dinge weiß. Und eines davon ist wirklich sehr praktisch: Zwei große Kissen passen in eine normale Waschmaschine oft völlig problemlos, man muss sie nur richtig vorbereiten. Genau davon hängt ab, ob sie nach dem Waschen ihre Form behalten oder zu einem chaotischen, verklumpten Füllmaterial werden.

Der wichtigste Trick – Kissen vor dem Waschen zusammenbinden

Hier liegt meiner Meinung nach die ganze Einfachheit dieser Methode. Bevor Sie die Kissen in die Waschmaschine geben, sollten Sie jedes einzelne quer mit zwei festen Bändern, Schnüren oder sogar breiteren Stoffstreifen umwickeln. Nicht so fest, dass Sie das Kissen zu einem harten Block pressen, sondern gerade so viel, dass es seine Form behält und die Füllung sich während des Waschens nicht auf eine Seite verteilt.

Genau das hilft, das größte Problem zu vermeiden – wenn nach dem Waschen die gesamte Füllung in eine Ecke wandert oder sich zu großen Klumpen zusammenballt. Ein zusammengebundenes Kissen verhält sich in der Waschmaschine viel ordentlicher, behält seine Form besser und lässt sich später viel leichter wieder aufschütteln.

Wenn Sie zwei Kissen gleichzeitig waschen, ist das sogar noch besser, weil sich die Trommel weniger ungleichmäßig verhält als bei nur einem großen und schweren Kissen. Das Wichtigste ist, dass sie die Waschmaschine nicht bis zum Rand vollstopfen. Wenn die Trommel noch genügend Platz für Bewegung hat, wird das Waschergebnis viel besser sein.

Wie Sie waschen, damit Kissen nicht verfilzen und schwer bleiben

Vor dem Waschen lohnt es sich immer, die Bezüge abzunehmen und zu prüfen, ob das Kissen selbst keine Risse hat. Wenn es auch nur ein kleines Loch gibt, kann es während des Waschens schnell zu einem größeren Problem werden. Dann haben Sie statt sauberer Kissen eine Waschmaschine voller Füllmaterial.

Wenn die Kissen vergilbt sind oder einen nicht ganz frischen Geruch haben, können Sie sie vor dem Hauptwaschgang kurz in warmem Wasser mit etwas Natron, Waschmittel und einer kleinen Menge Essig einweichen. Solches Einweichen hilft, ältere Verschmutzungen aufzuweichen und frischt das Gewebe etwas auf. Nur nicht übertreiben – das Ziel ist nicht, sie bis zur Schwere einzuweichen, sondern einfach etwas zusätzliche Hilfe vor dem Hauptwaschgang zu geben.

Für das Waschen selbst wählen Sie am besten ein Flüssigwaschmittel. Pulver wäscht sich aus dicken Kissen oft schlechter heraus, besonders wenn der Stoff dichter ist. Und wenn Waschmittelreste innen bleiben, kann das Kissen nach dem Trocknen nicht so frisch sein wie erhofft. Ein Schonprogramm, 30–40 Grad Temperatur und ein zusätzlicher Spülgang sind hier normalerweise eine viel klügere Wahl als ein aggressiver, starker Zyklus.

Auch das Schleudern sollte maßvoll sein. Zu hohe Drehzahlen können die Füllung durcheinanderbringen und das gesamte nachfolgende Trocknen erschweren. Besser etwas sanfter, aber sicherer.

Der größte Fehler passiert meist nicht beim Waschen, sondern beim Trocknen

Viele denken, dass wenn das Kissen einmal gewaschen ist, der schwierigste Teil vorbei ist. Aber in Wirklichkeit kann man alles sehr leicht durch falsches Trocknen ruinieren. Wenn das Kissen nicht vollständig durchtrocknet, bleibt Feuchtigkeit innen, es entsteht ein Schweregefühl, unangenehmer Geruch und manchmal auch dieses spezifische „muffige Stoff“-Gefühl.

Deshalb müssen Sie nach dem Waschen die Schnüre oder Bänder entfernen und die Füllung vorsichtig mit den Händen aufschütteln und auflockern, solange sie noch etwas feucht ist. So ist es viel einfacher, dem Kissen seine Flauschigkeit zurückzugeben. Dann trocknen Sie es am besten an einem gut belüfteten Ort, nicht zusammengedrückt, sondern locker liegend oder so angelehnt, dass Luft möglichst viel Oberfläche erreichen kann.

Wenn Sie einen Trockner haben, ist es noch einfacher. Niedrige Temperatur und ein paar saubere Tennisbälle oder spezielle Trocknerbälle helfen sehr, die Füllung aufzulockern. Aber auch ohne Trockner ist alles möglich – Sie brauchen nur Geduld und müssen das Kissen von Zeit zu Zeit mit den Händen aufschütteln.

Kurz gesagt, große Kissen lassen sich zu Hause viel einfacher waschen, als es scheint. Das ganze Geheimnis liegt nicht in einem Wundermittel, sondern in der richtigen Vorbereitung: vor dem Waschen zusammenbinden, die Waschmaschine nicht überladen, einen sanfteren Zyklus wählen und sich beim Trocknen nicht beeilen. Genau dann werden die Kissen nach dem Waschen nicht nur sauberer sein, sondern auch so bleiben, wie wir sie erwarten – flauschig, leicht und frisch.

Author

  • Phil wurde 1990 in Kappeln geboren. Bekannt wurde er als Mitglied des Comedy-Trios Y-Titty, das zeitweise der beliebteste Kanal auf dem deutschen YouTube-Kanal war. Nach der Auflösung der Gruppe startete Phil eine Solokarriere. Seine Inhalte entwickelten sich von einfachen Sketchen hin zu einer tiefgründigen Ironie über die deutsche Lebensart. Heute gilt er als führender Experte für die deutsche Mentalität und vermittelt seinen Abonnenten (insbesondere Migranten und jungen Menschen) auf humorvolle Weise Einblicke in das Leben in Deutschland.

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